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Klimawende – JETZT!

Inntal von der Dandilbergalm

Geschrieben von:Ulla Zeitlmann

28. Februar 2020

  • Marokko,
  • Gambi,
  • Buthan,
  • Costa Rica,
  • Äthiopien,
  • Indien,
  • Kenia,
  • Philippinen.

Sind das Länder, die besonders heftig Carneval feiern ?
Führende Industriennationen ?
Nein – das sind die Länder, die ausreichende Maßnahmen eingeleitet haben, um die im Klimaschutzabkommen von Paris vereinbarten Klimaziele einzuhalten.

Status Quo: +3 Grad Klimaerwärmung

Alle anderen: Einhalten der vereinbarten Ziele – Fehlanzeige, so Climate Action Tracker ( unabhängige wissenschaftliche Einrichtung – maßgeblicher Unterstützer ist das Bundesumweltministerium).

Die EU agiert bisher so, dass wir auf 3 Grad Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts zutreiben.

Im Dezember 2019 veröffentlicht die Europäische Umweltagentur Ihren „Neuen Europäischen Umweltbericht“ und stellt fest, dass hier praktisch keine Fortschritte erzielt wurden. Insgesamt  33 % des EU Energieverbrauchs entfallen auf Mobilität – d.h. der Verkehrssektor hat eine Schlüsselfunktion inne.
Wenige Wochen zuvor, im November 2019, hält die Bayerische Staatsregierung ein „Zukunftsforum Mobilität“ ab. 

„Wir müssen aus dem Dämmerschlaf der letzten Jahre heraus“,
sagt Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.

Klingt vielversprechend, oder?!

Wir müssen aus dem Dämmerschlaf der letzten Jahre heraus

„Bayern will die für den Freistaat wichtige Automobil- und die Zulieferindustrie mit zusätzlichen 225 Millionen Euro fördern“. Beim Automobil gehe es „auch um ein Stück Wirtschaftspatriotismus“. Bayern sei ein Autoland und werde ein Autoland bleiben.

BMW-Chef Oliver Zipse lobte das Zukunftsforum und die beschlossene Abschlusserklärung.
Das Handelsblatt zitiert BMW-Chef Zispse am 27 Dezember 2019: „Der CEO des Münchner Autobauers spricht sich für die Stadtgeländewagen aus.“

Zipse setzt auf ein zwölf Milliarden Euro schweres Effizienzprogramm: In Produktion und Verwaltung werden Stellen gestrichen und zugleich befördert er auf der anderen Seite den Luxus-Konsum: Der Absatz der 7er und 8er-Reihe, sowie des neuen Riesen-SUV X7 soll 2020 auf 140.000 Stück steigen.

Das wären doppelt so viele wie 2018!

Ganz klar, die 225 Millionen wurden nicht einfach BMW gegeben. Aber sind 225 Milllionen an die Automobilindustrie richtig aufgewendet um sich für klimschützende Mobilität zu einzusetzen? 

Und warum will ich Landrätin werden?

Weil ich mich die nächsten 6 Jahre super kritisch für den Klimaschutz einsetzen werde, der vor Ort umgesetzt werden muss! Genau der Klimaschutz, der aktuell nur von den anfangs genannten Ländern wirklich angepackt wird  – außer den Ländern, die nicht für den Fasching auf der Liste stehen.

Können den Klimaschutz nicht andere machen ? Was hat das mit dem Landkreis Rosenheim zu tun ?

München, 1. September 2018 – Herr MdL Otto Lederer beschließt mit den Stimmen seiner Fraktion einen Dringlichkeitsantrag (auch MdL Stöttner war dafür):
Der Landtag stellt fest, dass Bayern Automobilland ist. Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich für zukunftsgewandte Lösungen z.B. Kaufanreize für Neuwagen.

Ich zeige das alles hier auf, um auf Zusammenhänge und eine gewisse Kontinuität hinzuweisen.
Kontinuierlich ist nicht nur, dass wir seit dem 2. Weltkrieg nur CSU Männer als Landräte hatten.
Kontinuierlich ist auch, dass Herr Lederer zum Thema Klimaschutz auf seiner Webseite zu „Ziele für 2020“ die Wiedervernässsung von Mooren propagiert und zum Thema ÖPNV fordert, dass dieser in dichter besiedelten Räumen eine echte Alternative zum Zweitauto sein muss.

Also keine Klimawende, keine Verkehrswende, keine Rede von Paris – außer Filz und Zweitauto-Ersatz für Städter keine Ziele.

Der Landkreis Rosenheim betreibt bis dato keinen Klimaschutz 

  • Es gibt keinen Klimaschutz Manager;
  • Es gibt keinen Klimaschutzplan,
  • das Klima ist organisatorisch bei der Wirtschaftsförderung untergebracht.
  • Eine Suche nach dem Wort Klima auf der Webseite des Landkreises ergibt, dass ein Workshop (ohne Datum) stattgefunden hat, bei dem Projektideen diskutiert wurden.

    „Der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer, der durch den Workshop führte, freute sich sehr über die Vielfalt der erarbeiteten Projekte und lobte den Einsatz der am Klimaschutz interessierten Bürgerinnen und Bürger.“

  • Und weiter findet man Verweise auf gemeindliche Klimaschutz Projekte: „In 11 von 46 Kommunen des Landkreises Rosenheim gibt es derzeit Klimaschutzkonzepte oder Energienutzungspläne.“

Und wegen diesem Missstand, diesem eklatanten Stillstand, dieser Verhaltensstarre brauchen wir eine Politikwende im Landkreis Rosenheim.

Ohne politischen Willen wird es keine Klimawende geben

Das funktioniert nur mit uns Grünen, denn nur wir stehen konsequent seit 40 Jahren

  • EU
  • in der Bundesrepublik
  • auf Landesebene
  • auf Bezirkseben
  • auf Kreisebene
  • und Gemeindeebene

für Klimaschutz.

Wir kämpfen unermüdlich für saubere Mobilität, Flächengerechtigkeit und Klimaschutz – weil alles zusammenhängt.

Wir kämpfen unermüdlich für saubere Mobilität, Flächengerechtigkeit und Klimaschutz – weil alles zusammenhängt.

Wir müssen im Landratsamt

  • eine Klimaagentur initiieren
  • die Landkreiseigenen Immobilien auf erneuerbare Energiequellen umstellen
  • die Kommunen, Handwerkerinnen und Bürgerinnen vor Ort gewinnen und miteinander vernetzen
  • die Klimawende gemeinsam planen, sich dabei gegenseitig unterstützen und zusammen umsetzen – in einer Zukunftsagentur

Die Klimawende soll nicht mehr alleine von engagierten Bürgerinnen und Bürger, Privatinitiativen und dem Amt für Wirtschaftsförderung geschultert werden. Klima-Engagement als dringende Menschheitsaufgabe und als Chance für den Landkreis Rosenheim muss in das Zentrum unserer politischen Gestaltung rücken.

Die gute Nachricht ist: es liegen alle Konzepte auf dem Tisch, wir müssen nur zugreifen.

Starre beenden, machen!

Ich will mehr interkommunale Kooperation mit den starken Frauen und Männer, die am 15. März kandidieren. 

Wir stehen hier zusammen, wir kämpfen zusammen und wir machen zusammen Klimawende im Landkreis. Ich will keine weiteren Insellösungen.

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