Logo Ulla Zeitlmann - Landratskandidatin für Rosenheim

Restmülltonne vom Biomüll befreien

Frau wirft Bio-Müll in die Biotonne
Ulla Zeitlmann - Landrätin für Rosenheim

Von Ulla Zeitlmann

Landratskandidatin Landkreis Rosenheim

Landratskandidatin Ulla Zeitlmann: Verwerten statt verbrennen – Kleinere Restmülltonnen für Haushalte möglich

Landkreis Rosenheim: „Es ist einfach eine Zumutung, gegorenen, stinkenden Bio-Müll im eigenen Auto zum Wertstoffhof zu bringen. Der Landkreis macht es sich hier auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger zu einfach“. Seit 2015 müsste Bio-Müll laut Kreislaufwirtschaftsgesetz getrennt gesammelt und verwertet werden. Der Landkreis verweigert sich aber bisher dieser Aufgabe.

Bio-Müll landet im Landkreis Rosenheim größtenteils in der Restmülltonne und damit in der Müllverbrennung. „Es wird jährlich nur rund ein Kilo Bioabfall pro Kopf kompostiert. Die Recyclingquote ist blamabel. Das 70-fache ist mit einem Holsystem leicht möglich“, so Ulla Zeitlmann.

Einfach & bequem

Die Bio-Müllentsorgung könne für die Haushalte im Landkreis so einfach sein, betont die Landratskandidatin der Grünen weiter. Statt komplett auf das Bring-System zu setzen, müsse die Mülltrennung im Alltag der Haushalte möglichst einfach und bequem funktionieren. Dies hätte nach Überzeugung von Zeitlmann die Auswirkung, dass die Verwertungsquote immens steigen würde.

„Die Biotonne muss vor jeder Haustüre stehen und abgeholt werden, genauso wie der Restmüll“, fordert Zeitlmann. Dies hätte für die Bürgerinnen und Bürger den angenehmen Nebeneffekt, dass jede und jeder einzelne weniger zum Wertstoffhof fahren müsse. „So erhöhen wir die Verwertungsquote und sparen gleichzeitig für die Bürgerinnen und Bürger wertvolle Zeit und unzählige Fahrten ein“, ist sich Zeitlmann sicher.

Landkreis Rosenheim soll Bio-Müll selbst versorgen

Zeitlmann geht noch weiter. Sie werde sich als Landrätin vehement dafür einsetzen, dass der Landkreis den Biomüll selbst verwerte. Wiederverwendbares sinnvoll in Verwertungs-Kreisläufe zurückzuführen sei die Aufgabe, die der Landkreis endlich konsequent angehen müsse.

Durch eine stoffliche und energetische Verwertung im Landkreis könnten die Bürgerinnen und Bürger sicher sein, dass der organische Küchen- und Gartenabfall wirklich zuverlässig und ordnungsgemäß verwertet werde. Erst diese Sicherheit werde zu einer höheren Bereitschaft führen, Bio-Müll im Haushalt zu sammeln. 

Positiv-Beispiel: Wasserburg

Als positives Beispiel führt Zeitlmann die Stadt Wasserburg am Inn an, wo die Biotonne 2018 eingeführt wurde. Seitdem ist nicht nur ein erheblicher Rückgang von organischen Abfällen im Restmüll zu verzeichnen, sondern es hat sich auch die Abgabemenge beim Bio-Müll von unter zehn Kilogramm auf mittlerweile über 70 Kilogramm pro Einwohner und Jahr gesteigert. Aus diesen Bioabfällen werden in einer Vergärungsanlage Strom und Wärme erzeugt und somit fossile Energieträger ersetzt und die Treibhausgasemissionen reduziert.

 

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